VERRIEGELTE ZEIT


Regie: Sibylle Schönemann

Nachdem sie einen Ausreisenantrag gestellt hatte, wird die DEFA-Regisseurin Sibylle Schönemann 1984 von der Stasi verhaftet, verhört, verurteilt, inhaftiert, im Sommer 1985 in einen Bus gesetzt und über die Grenze in den Westen abgeschoben. Nach dem Neuanfang in Hamburg verblasst die Frage nach dem „Warum“ allmählich – bis vier Jahre später die Mauer fällt. Sibylle Schönemann fährt zurück in den Osten und befragt die Menschen, die sie damals abgeschoben haben: Gefängniswärter, Richter, Stasi-Mitarbeiter, die keinerlei Anzeichen von Reue zeigen. Ein tragikkomische Reise zurück, ein schonungsloser Bewältigungsversuch mit Wut und Witz, auf der Spur vieler kleiner Rädchen im Getriebe des Unrechts.

„Dass diese Recherche nicht in lupenreinem Moralismus versandet, ist vor allem der leisen Ironie geschuldet, die Sibylle Schönemann ihren Fragen unterlegt. ‚Verriegelte Zeit‘ funktioniert wie ein Detektivfilm; die Wahrheit kann sich nur im Kopf des Zuschauers zusammenbuchstabieren.“ (Freitag)

„Kein Zweifel: Sibylle Schönemann ist mit diesem Dokumentarfilm der bislang beste Bericht über das allgegenwärtige Stasi-System gelungen.“ (Frankfurter Rundschau)


Jahr: 1990   FSK: 0   Land: Deutschland   Untertitel: englisch   Sprache: deutsche Originalfassung   Länge: 94 min   Sound: Dolby Digital Stereo 2.0   Formate: 4:3  

   DVD  € 14,90  
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