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ein Film von Lukas Schmid Buch & Regie & Ton: Lukas Schmid
Wo finden an einem Ort, an dem Intimität in aller Deutlichkeit offen liegt, intime Momente statt? Auf der Suche nach diesen Momenten fliegen sowohl Cazzo-Film, eine Berliner Gay-Pornoproduktionsfirma, das "Wa(h)re-Liebe"–Fernsehteam als auch Dokumentarfilmer Lukas Schmid nach Mallorca. Dies ist ein Film, der einem beim ersten Anschauen wie ein Überfall vorkommt, ein Film in den Randzonen des Tabubruchs und zugleich von einer außerordentlich großen, manchmal zarten Intimität. Lukas Schmid schaute in ein scheinbares Ferienidyll, in dem andere einen Film machten. Die Protagonisten sind nach Katalog ausgewählt, einander fremd kommen sie an. Zwischen Gelegenheitsprostitution einerseits und der Suche nach Nähe andererseits wollen sie ihre Hoffnung wie auch immer ausleben. Es gibt ein Einverständnis zwischen Machern und Gemachten, das so labil ist wie es der Dokumentarist kongenial - eben intim und doch veröffentlicht - darstellt. Lukas Schmid über seinen FilmAusgangspunkt für «Intimitaeten» war die Grundsatzfrage, ob Pornografie ein dokumentarisches Genre sei. Der Gedanke faszinierte meinen Produzenten Tom Streuber und mich gleichermaßen. Die Frage nach Inszenierung oder Beobachtung ist für uns beide ein zentrales Thema. Es gab nach einer Recherche auch keinen Hinweis darauf, dass sich irgendjemand schon mit einem Pornoset dokumentarisch beobachtend befasst hat. Grund genug, sich dem Thema also anzunehmen. BIO- UND FILMOGRAFIE LUKAS SCHMID Geboren 1977 in Baden, Schweiz. 1996 Kameramann und Cutter bei TMT-Productions. 1998-2003 Studium Film, Medien und Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg Ludwigsburg. "intimitaeten" ist sein Abschlussfilm.Filme (Auswahl) „Dies ist ein Film, der mir beim ersten Anschauen wie ein Überfall vorkam, ein Film in den Randzonen des Tabubruchs und zugleich von einer außerordentlich großen, manchmal zarten Intimität. Ein Film über die Liebe und das Lieben ist immer schwer zu machen. Die Schwierigkeit steigert sich ins kaum Vorstellbare, wenn es um die Hitze der Sexualität und die Kälte ihrer kommerziellen Verwertung als Pornographie geht. Die buchstäblich nackte Handwerklichkeit in der Vorführung und Abbildung des Fickens und zugleich der Versuch, die Gesichter und Körper zu beleben und ihnen so viel Persönlichkeit zurückzugeben, dass sie als junge, auch von Sehnsucht bewegte junge Menschen erkennbar werden, - das alles ist in dem Film "Intimitaeten" dem Dokumentaristen Lukas Schmid gelungen. Als einem Filmemacher neuen Typs, Ein-Mann-Team, Kamera, Ton und Autor in einem, hat er mit kleinem Budget einen großen Film gemacht. Lukas Schmid schaute in ein scheinbares Ferienidyll, in dem andere einen Film machten. Die Protagonisten sind nach Katalog ausgewählt, einander fremd kommen sie an, und sind statt Arschlöchern und Schwänzen junge Männer, die den Ruf "Superstar gesucht" oder "Ganz easy Model werden" gehört haben. Zwischen Gelegenheitsprostitution einerseits und der Suche nach Nähe andererseits wollen sie ihre Hoffnung wie auch immer ausleben. Es gibt ein Einverständnis zwischen Machern und Gemachten, das so labil ist wie es der Dokumentarist kongenial - eben intim und doch veröffentlicht - darstellt. Die Oberfläche wird durchscheinend, das verbotene Bild zeigt sich nur in der Reaktion der Hersteller, - zu denen dann einmal auch die Hersteller eines Berichts für das Vox-Magazin "Wa(h)re Liebe" gehören, die ihre Zuschauer endgültig an eine unendliche Vorlust ketten wollen. Lukas Schmid aber lässt ein Gesamtbild entstehen, - so zufällig und konsequent, dass es in seiner Erzähl-Logik nie voyeuristisch ist, sondern in der größten Intimität das Gesellschaftliche zeigt.“ Top >> |