SELF-MADE PARADISE
Ein Film von Christoph Schuch
Deutschland/ Finnland 2007, 84 Minuten, Farbe
Buch + Regie: Christoph Schuch
Kamera: Marcus Lenz
Ton: Peter Carstens
Schnitt: Eva Voosen
Musik: Georg Reichelt + Alexander Sonntag
Produktion: Avanti-Film, Wiesbaden www.avanti-film.com
Unterstützt von der Hessischen
Filmförderung und der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen
KURZINHALT
Ein sonniger Spätsommer in Finnland bildet die Kulisse für
einen Roadtrip in die wundersame Welt fünf finnischer
Männer. Allesamt sympathische, unterhaltsame und weise self-made
Künstler, die Regisseur Christoph Schuch und Tonmann
Peter Carstens in ihrem roten Ford Mustang besuchen.
Top >>
SYNOPSIS
Sie leben in den verschiedensten Ecken Finnlands und haben sich dort
ohne jegliches Geld ihre eigenes Paradies gebaut: Vejo der Yogamann,
Kari der skurrile Fotograf, Seppo der Autoschrauber, Niilo der Landwirt
und Johannes der geheimnisvolle Schamane. Der dokumentarische Roadmovie
Self-Made Paradise taucht in die faszinierende Welt
dieser fünf finnischen Künstler ein.
Der Dokumentarfilm feiert auf lockere und leichte Art das Leben. Durch Self-Made
Paradise lernen wir ganz neue Facetten von Europas Norden
kennen. Ganz unpathetisch würdigt der Film mit Liebe, Humor und
voller Staunen die Exotik und Kreativität von einfachen Arbeitern,
Bauern und mittellosen Künstlern.
Top
>>
INHALT
„Gibt es das Paradies auf Erden“ ist
die Frage, die sich Regisseur Christoph Schuch (Der Traum ist aus – Die
Erben der Scherben) am Anfang des Films stellt. Dann bricht er mit
seinem Kamerateam in einem roten Ford Mustang Richtung Norden auf. Eine
Fähre bringt die Drei über die Ostsee nach Finnland, wo sie
die Fährte des sagenhaften Yogagartens aufnehmen. Ein wundersamer
Ort, den der Schichtarbeiter Vejo Rönkkönen nahe der
russischen Grenze in seiner Freizeit geschaffen hat. Mehr als vier
Jahrzehnte arbeitete Vejo in der nahen Papierfabrik, endlich kann er
sich nun ganz seinem außergewöhnlichen Skulpturenpark
widmen, den die Kamera von Marcus Lenz behutsam erkundet.
Die Bilder verschmelzen mit den reduzierten Klängen der Musik
(Georg Reichelt, Alexander Sonntag) und erzeugen dabei eine magische
Aura.
Das Filmteam ist auf den Geschmack gekommen und dringt nun immer weiter
in die Szene der finnischen Self-Made Künstler ein.
Direkt an der Autobahn vor den Toren Lahthis hat sich ein weiterer
ehemaliger Fabrikarbeiter sein ganz persönliches Paradies
geschaffen. Der 50jährige Seppo Suomensyrjä umgibt sich
völlig mit den Helden seiner Kindheit und Jugend.
Cowboys und Indianer, Elvis Presley und selbstgebaute Rennautos
wechseln sich mit gigantischen elektrischen Gitarren und bizarren
Schrottflamingos ab.
Seppo, der sich fast nur noch um seine Kunst und seine alte Mutter
kümmert, schildert in seiner verschmitzten und liebenswerten Art,
worauf es im Leben eigentlich ankommt.
Die Suche nach wundersamen Orten führt nach vagen Hinweisen zum
Besuch des Schamanen Johannes Setälä. Der ehemalige
Jazzmusiker hat sich vor Jahren ganz aufs Land zurückgezogen, wo
er sich intensiv mit dem finnischen Nationalepos Kalevala
auseinandersetzt.
Christoph und Peter treffen Johannes, den seine Freunde „die Feuerwacht
des Nordens“ nennen, bei einem schamanistischen Ritual in seinem
verwilderten Garten an. Dann taucht der Film immer tiefer in die Kunst-
und Gedankenwelt von Johannes Setälä ein. Eine Welt aus
Sternenstaub und Sonnenschein, tiefgründig aber nie verbissen oder
anmaßend. Einfach nur ein Trip in eine andere Welt(sicht).
Bevor es zu mystisch wird, geht die Reise weiter und ein skurriler
Saunabesuch unterbricht die Suche nach den nordischen
Paradiesvögeln. Schließlich geht es weiter Richtung
Lappland. Wer dachte, dort wäre nichts los, war noch nicht bei
Kari Tykkyläinen. Der Bildhauer und Fotograf ist der Prototyp des coolen
Bikers . Bart und Bauch dürfen ebenso nicht fehlen wie die
Lederkutte und spitz gefeilte Schneidezähne. An seiner Harley
Davidson baumeln Felle und Tierknochen.
Auch hier lässt der Schamane grüßen. Und bei Kari gibt
es noch viel mehr zu sehen: Der vierfache Familienvater fotografiert
die Bäuerinnen und Verkäuferinnen aus den Nachbarorten. Am
liebsten in komischen und sinnlichen Situationen in den Sümpfen
Lapplands. Da gibt es für alle Beteiligten viel zu lachen und Kari
meint, dass dies auch nötig sei. Die Depression, die sich in der
Landbevölkerung nach dem großen Stukturwandel breitgemacht
hat, ist ein Thema, das Kari wütend macht. Diese Energie setzt
Kari in Bilder um, die ihresgleichen suchen.
Kari Tyykyläinens Paradies hat trotz der Erdverbundenheit der
Lappen schon fast virtuellen Charakter. Doch auch in Lappland kann das
Team nicht ewig bleiben und so bricht es zum Besuch des letzten Self-Made
Künstlers auf.
Im Gebiet der größten Seenplatte Europas führt eine
Straße direkt am Bauernhof des Niilo Rytkönen vorbei. Wer
den Hof sieht, muss zwangsläufig halten. Wahrscheinlich ist das in
Finnland der Ort mit der höchsten Dichte an Kunstwerken. Auf den
Feldern hinter der Scheune stehen Dutzende geheimnisvolle
Vogelscheuchen, farbige Holzskulpturen und bizarre Wurzeln hängen,
stehen und liegen wohin man sieht.
Niilo scheint zufriedener zu sein, als je zuvor in seinem Leben. Er,
der bald 80jährige hat recht spät die Kunst für sich
entdeckt. Jetzt ist sie seine Leidenschaft und er bekennt sich zur
Bewegung der Self-Made Künstler, die laut Niilo den
etablierten Malern und Bildhauern mehr und mehr Konkurrenz machen
wollen.
Dass Niilo sein Paradies gefunden, es gar selbst gebaut hat, ist immer
wieder spürbar. Der Mann ist mit sich und der Welt im Reinen. Ein
passender Abschluß für den dokumentarischen Feelgood-Movie
durch ein ungewöhnliches Land.
Top
>>
DER REGISSEUR CHRISTOPH SCHUCH ÜBER SEINEN FILM
Ich beschäftige mich seit
einiger Zeit mit der Welt von sogenannten Self-Made Artists,
Outsider Artists oder Visionary Artists . Im
Süden der USA, wo ich einige von ihnen persönlich kennen
gelernt habe, sind diese Menschen und ihre Werke sehr präsent.
Dass Finnland die Hochburg der Self-Made Künstler
Europas ist, war mir zunächst nicht bekannt. Doch als ich bei
meinen Recherchen auf ein Foto des Yogagartens von Vejo
Rönkkönen stieß, wusste ich sofort, dass ich ein Bild
von einem der ungewöhnlichsten Orte der Welt vor mir hatte.
Umgehend wollte ich diesen Garten aufsuchen. Ich recherchierte weiter
und entdeckte mehr und mehr von der bunten Szene der finnischen Self-Made
Künstler.
Diese Leue faszinieren mich, weil sie ganz unaufgeregt, ohne
großes Pathos „ihr Ding“ machen und dabei so wunderbare und
wundersame Orte entstehen lassen. „Typisch finnisch“ könnte man
denken, einfach sympathisch, wie kleine Leute“ ohne viel Aufhebens so
großartige Dinge schaffen.
So kam es, dass ich mit den Berlinern Marcus Lenz (Kamera) und Peter
Carstens (Ton) zu einem dreiwöchigen Filmdreh aufbrach. Jeder, der
sich mit uns auf diese sommerliche Reise einläßt, wird
dafür belohnt werden. Er kann sich freuen, so großartige,
lustige, weise und bescheidene Menschen kennenzulernen. Künstler,
die sich nicht für den Kunstmarkt interessieren, Menschen die dem
Hamsterrad der Industriegesellschaft entstiegen sind, um sich ganz ohne
Geld oder den Weihen einer Kunstakademie ihre eigene Welt zu bauen.
Top
>>
PRESSEBILDER

Top
>>
KONTAKT
Avanti Film
Christoph Schuch
Produktionspresse: Violeta Brana-Lafourcade
Gaugasse 32
65203 Wiesbaden
Mail: chris@avanti-film.com
Fon: +49 (0) 611 . 981 27 98
Fax: +49 (0) 611 . 84 40 98
Top
>>
Stand 11/07 - Irrtümer vorbehalten
|