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ein Film von Werner Herzog Regie: Werner Herzog Ein Film über ein waghalsiges Abenteuer im Herzen Guyanas: eine Entdeckungsreise im Kronenbereich des Urwalds in einem außergewöhnlichen Flugobjekt – The White Diamond, ein heliumbetriebener Mini-Zeppelin. Werner Herzog begibt sich mit dem Ingenieur Dr. Graham Dorrington auf einen faszinierenden aber auch riskanten Trip. Vor zwölf Jahren verunglückte der berühmte Tierfilmer Dieter Plage mit dem Vorläufermodel auf tragische Weise. Die Reise nach Guyana wird für Dorrington eine Konfrontation mit der Vergangenheit, denn seit Plages Sturz aus dem Luftschiff kämpft er mit Schuldgefühlen. Zugleich ist die Expedition ein enormer logistischer Kraftakt, doch der Lohn sind Perspektiven von mythischer Schönheit. Am Fuß des riesigen Kaieteur-Wasserfalls im Herzen von Guyana, wo sich die höchsten Äste der Bäume mit dem Himmel vereinen, liegt ein Land voller unerforschter Wunder. Der Kronenbereich des Regenwaldes ist Himmel und Hölle für jeden, der sich darauf einlässt. Dieser grandiose Lebensraum verspricht ungeahnte neue Bilder, doch trotz aller modernen Techniken konnte immer noch kein richtiger Zugang in die Wipfel gefunden werden. Das Medium ist THE WHITE DIAMOND, ein Mini-Zeppelin, gerade mal groß genug, zwei Männer und eine Kamera zu tragen. Mit diesem Luftschiff kann man das Kronendach auf vollkommen neue Art erkunden. Vögel, Reptilien, Insekten und zahllose andere Tiere führen hier ein weitgehend unerforschtes Dasein. Bunt und laut am Tage, geheimnisvoll und voller unheimlicher Geräusche in der Nacht. Die Wunderwelt des Kronendachs im tropischen Regenwald war der Angelpunkt einer dramatischen Freundschaft zwischen dem Luftfahrtingenieur Dr. Graham Dorrington und dem weltbekannten Tierfilmer Dieter Plage. Doch bei der ersten Expedition mit dem Zeppelin kam Dieter Plage auf tragische Weise ums Leben. Seither lässt Graham Dorrington dieses Erlebnis nicht mehr los und er will nun, 11 Jahren später, mit einem neuerlichen Versuch das Vermächtnis seines Freundes zu Ende bringen und in neuer, bisher nie gewagter Form die obersten Stockwerke des Urwalds erkunden. Die Reise nach Guyana wird für Dorrington eine Konfrontation mit der Vergangenheit, denn seit Plages Sturz aus dem Luftschiff kämpft er mit Schuldgefühlen. Zugleich ist die Expedition ein logistischer Kraftakt, denn der Transport Dutzender Helium-Flaschen und eines filigranen Fluggeräts in eine entlegene Urwald-Region birgt Risiken und Gefahren. Doch der Lohn sind Perspektiven von mythischer Schönheit.DIRECTORSSTATEMENT VON WERNER HERZHOG Ich bin von dem Gedanken fasziniert, das Genre des Natur- und Tierfilms in eine andere Dimension zu heben. Vergleichbar wäre hierbei am ehesten mein Film LEKTIONEN IN FINSTERNIS, der ursprünglich als Dokumentation über den heldenhaften Einsatz von Feuerwehrleuten in Kuwait nach dem ersten Golfkrieg gedacht und von einer Fernsehanstalt so vorgeschlagen war. Der Film, der dabei entstand, überhöhte die Ereignisse und Bilder jedoch in eine andere, eine "kosmische" Dimension. Man hat eher den Eindruck eines Requiems für einen Planeten, der für Menschen unbewohnbar geworden ist; die Ereignisse verwandeln sich in etwas Anderes, Neues. Das Ergebnis ähnelt so eher einem Science-fiction Film, als einer herkömmlichen Dokumentation. Vor zehn Jahren konstruierte ein junger britischer Ingenieur, Graham Dorrington, ein Luftschiff, das nach dem Prinzip eines heliumgefüllten Zeppelins funktionierte. Mit diesem neuartigen Gerät wurden äußerst sanfte, lautlose Flugmanöver mitten im Kronendach des undurchdringlichen Urwalds möglich, eine Region, die weitgehend noch als unerforscht gilt. Ein berühmter und waghalsiger Tierfilmer, Dieter Plage, flog mit dem Luftschiff. Bei einem der ersten Flüge verunglückte er tödlich. Von Dieter Plage stammt außergewöhnliches Filmmaterial: in Ostafrika wird er, während seine Kamera weiterläuft, von einem Elefantenbullen überrannt; im Kongo filmt er aus kürzester Distanz ungerührt weiter, wie bei der Auswilderung eines Gorillababies ein wutschnaubendes Gorilla-Männchen angreift; in Kenia filmt Plage ungeschützt auf der Ladefläche, wie sein Geländewagen vom Leitbullen einer Elefantenherde wie ein Spielzeugauto herumgeschoben wird. Einige dieser Aufnahmen sind Bestandteil unseres Films. Die Vorfälle, eine Verkettung von unbeachteten und übersehenen Details, die zum tragischen Tod Dieter Plages geführt haben, spielen als Hintergrundsgeschichte eine Rolle. Direkter Auslöser der Tragödie war ein plötzlicher, starker Windstoss, der das Luftschiff in Baumkronen trieb, worauf Plage versuchte, seine im Geäst verfangene Kamera zu bergen. Er fiel dabei aus einer Höhe von nahezu 50 Metern. Er zog sich dabei schwerste Verletzungen zu, denen er zwei Stunden später erlag. Der Konstrukteur Graham Dorrington musste, da die Funkverbindung mit Plage wegen eines technischen Defekts nicht funktionierte, hilflos zusehen, wie das vermeidbare Unglück seinen Lauf nahm; er hat das traumatische Erlebnis bis heute nicht verarbeitet. Doch trotz des Schattens der Vergangenheit hat Dorrington inzwischen eine verbesserte Version des Fluggeräts konstruiert. Dieser Film begleitet die Reise des Luftschiffes in den Dschungel.DREHBERICHT VON PRODUZENTIN ANNETTE SCHEURICH Ein Container mit dem Equipment und dem Mini-Zeppelin wurde von Großbritannien nach Georgetown, Guyana verschifft. In einem weiteren Container waren die Helium-Flaschen (65kg/Flasche) verstaut, die von Florida nach Georgetown per Schiff transportiert wurden. Die Kameraausrüstung konnte von der Crew mitgebracht werden. Als dort alles angekommen ist, stehen wir vor der nächsten logistischen Schwierigkeit: Es gibt von Georgetown keine Straße zum Kaieteur Wasserfall. Der einzige Weg, um die Ausrüstung zum Drehort zu bekommen, ist mit dem Flugzeug oder einer Kombination aus Geländewagen, Boot und zu Fuß. Unsere Entscheidung fällt in anbetracht der Größe und Masse unserer Fracht schnell: Wir mieten ein Transportflugzeug, um die Dutzenden schweren Helium-Flaschen, die Ausrüstung und die Crew fortzubewegen. Ein Gästehaus nahe des Wasserfalls wird zu unserem Basislager, 15 Gehminuten entfernt vom Luftschiff, das sich auf einem Felsplateau befindet.Der Kaieteur Wasserfall: Dreharbeiten: Top >>
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