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ein Film von Apichatpong Weerasethakul Darsteller: Stab:
Der junge Soldat Keng und sein Freund Tong verbringen eine unbeschwerte Zeit miteinander - mal in Tongs Familie auf dem Dorf, mal in den Karaoke-Bars der Stadt. Eines Tages ist Tong verschwunden, sein Dorf lebt in Angst – eine wilde Bestie fällt über die Kühe der Bauern her. Einer thailändischen Sage nach kommt es vor, dass Menschen sich plötzlich in wilde Tiere verwandeln. Keng macht sich auf die Suche nach dem verschollenen Geliebten. Mit der Suche beginnt eine Grenzerfahrung im Zwischenreich von Mensch, Tier und Natur, in der sich Raum und Zeit aufheben im flirrenden Halbdunkel und atemloser Stille. Tropical Malady ist Kino, das so noch nie existiert hat, unendlich fremd und von dunkelster Schönheit. Keng ist ein junger Soldat. Tong ist ein Junge vom Land. Sie sind verliebt und verbringen eine unbeschwerte Zeit miteinander, in Tongs Familie auf dem Dorf oder in der Stadt, wo sie nachts durch Karaoke-Bars ziehen oder ins Kino gehen. Plötzlich verschwindet Tong. Und sein Dorf lebt in großer Angst, weil eine wilde Bestie über die Kühe der Bauern herfällt. Erinnerungen an eine thailändische Sage werden wach: Texte und Illustrationen berichten von Menschen, die sich in Tiger verwandeln können. Keng macht sich in den Dschungel auf, um seinen verschollenen Geliebten zu finden, und seine besessene Suche nach Tong nimmt mehr und mehr die Züge einer tropischen Krankheit an. Keng dringt immer tiefer in den Dschungel ein. Dabei wird der Dschungel selbst zur Hauptfigur des Films. Für Keng gerät der Dschungel zum einzigen Ort, an dem er seine Sehnsüchte und Träume überhaupt leben kann. Er bildet die angemessene Folie für seine Gefühle, seine Liebe und seine Traurigkeit. Im Dschungel finden Kengs Sehnsüchte einen Ausdruck, seine Schmerzen jedoch keine Heilung. Mit Kengs sonderbarer Reise verfällt der Film in eine verführerische, aber zugleich auch unheimliche Trance. Keng wandelt auf verschlungenen, von Lianen, Büschen und Bäumen umsäumten Pfaden durch die Dunkelheit. Er lauscht den nächtlichen Stimmen des Dschungels. Sie klingen für Kengs Ohren wie eine neue Sprache, die er erst lernen muss. Auf einmal nimmt das Meckern eines Affen im Baum eine menschliche Stimme an. Der Affe spricht zum Soldaten Keng. Er gibt ihm verschlüsselte Hinweise auf eine mögliche Wiederbegegnung mit dem Geliebten, bis Keng einem Tiger gegenüber steht. Das ist der Augenblick, in dem Keng seine ‚tropical malady’ annimmt. Eine Verschmelzung und eine Seelenwanderung deuten sich an...APICHATPONG WEERASETHAKUL ÜBER SEINEN FILMIm Tropical Malady gibt es mehrere Strömungen, Elemente des Horrorfilms sind genauso zu finden wie Elemente des Psychodramas. Es ist auch die Geschichte vom Nebeneinander verschiedener Dinge: So wie der Held auf der Suche nach seiner eigenen Identität und seinen Erinnerungen ist, sucht auch der Film seine Identität. Ich wollte eine eher unbekannte Seite des Dschungels zeigen: die Nacht, in der die Zeit ein wenig irreal erscheint. Dieser Film ist eine überaus schmerzhafte Erfahrung, sehr bedrückend, krankmachend. Der Film ist eine Mischung aus Stadt und Dschungel. Und ich wollte eine eher unbekannte Seite des Dschungels zeigen: die Nacht, in der die Zeit ein wenig irreal erscheint.
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